Gewährleistungsbürgschaft

Die Gewährleistungsbürgschaft wird auch als Gewährleistungsgarantie bezeichnet. Sie sorgt für die Absicherung eines Bauherrn in Bezug auf die auszuführenden Arbeiten an seinem Bauvorhaben und zwar innerhalb der entsprechenden Gewährleistungsfrist. Ein Garant, Versicherung oder Bank, tritt bis zum Ablauf dieser Zeit für die Beseitigung eventuell auftretender Baumängel ein. Er übernimmt die Kosten, wenn der Unternehmer oder Auftragnehmer, welcher die Leistungen erbracht hat, nicht mehr zahlungsfähig ist. Die Gewährleistungsbürgschaft ist Bürgen auch als Mängelansprüchebürgschaft bekannt. Nach der Abnahme der Leistung tritt die Verjährungsfrist in Kraft.

Kaufverträge und Bauverträge, die bei der Ausführung eines Bauvorhabens zwischen Bauherr und Handwerker-Firmen oder anderen Beteiligten abgeschlossen werden, legen fest, dass ein Bauwerk frei von Sachmängeln übergeben werden muss. Ist dies nicht der Fall, so ist der Auftragnehmer verpflichtet, den Mangel zu beseitigen. Jedes Bauvorhaben ist jedoch mit Risiken behaftet, mangelnde Bauausführung oder Mängel, die sich erst im Laufe der Jahre zeigen sind nicht selten. Viele Bauherren, also die Auftraggeber, stehen dann vor einem Berg von Rechnungen, wenn die Handwerksfirma nicht für die Nachbesserung oder für die Schäden aufkommen will oder wegen einer Insolvenz kann. Schnell ist es passiert, dass der Verkäufer oder Hersteller den Mangel gar nicht mehr beseitigen kann, da sein Unternehmen bereits insolvent ist. Zur Absicherung dieses Risikos kann ein Kreditinstitut für die Sachmängelhaftung während der Garantiezeit einstehen. Dies geschieht mit einer Gewährleistungsbürgschaft, entweder durch einen Avalkredit oder eine Versicherung, die im Rahmen einer Kautionsversicherung abgeschlossen ist.

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten zur Absicherung des Auftraggebers gegen ein Kostenrisiko. Er hat zum einen die Möglichkeit, 5 % der Rechnungssumme als Sicherheitseinbehalt einzubehalten oder aber eine Gewährleistungsbürgschaft vom Auftragnehmer zu fordern. Als Garant oder Bürge dieser Absicherung kann prinzipiell jeder auftreten, doch meistens wird in den AGB der Verträge geregelt, dass ein Kreditinstitut oder eine Versicherung als Bürge eintreten. Der Auftragnehmer sollte sich unbedingt den Anspruch sichern.

Gewährleistungsbürgschaften können unbefristet ausgestellt werden, ihre Laufzeit richtet sich jedoch nach der Laufzeit der Garantiezeit für auftretende Sachmängel. Diese beträgt nach BGB 5 Jahre nach Fertigstellung, so lange nichts anderes vereinbart wurde. Ist die Gewährleistungsfrist nach VOBB vereinbart, gilt eine Verjährungsfrist von 5 Jahren. Nach Beendigung der Gewährleistungsfrist ist die Bürgschaftsurkunde an den Auftragnehmer zurück zu geben. Die Bank bietet zwar auch eine Bankbürgschaft an, diese ist aber wesentlich teurer als eine Gewährleistungsbürgschaft bei der VHV Versicherung.

Wenn Sie Informationen über eine Gewährleistungsbürgschaft oder eine andere Bürgschaft benötigen oder Fragen zu einer Kautionsversicherung haben, dann setzen sie sich mit uns in Verbindung. Kontakt kann mit einer E-Mail oder per Telefon vorgenommen werden. Der Kontakt durch unsere 0800 Nummer ist kostenfrei. Selbstverständlich gewährleisten wir bei jeder Anfrage Datenschutz. Beratung erfolgt durch einen spezialisierten Versicherungsfachmann in Deutschland. Die Gewährleistungsbürgschaft ist nicht die einzige Bürgschaftsversicherung. Es gibt noch die Ausführungsbürgschaft, Vertragserfüllungsbürgschaft oder auch die Anzahlungsbürgschaft.